Townsville – Winton – Longreach

Townsville – Winton – Longreach – Rest Area

Der heutige Tag begann wieder einmal relativ früh und so fuhren wir gegen 7:30Uhr am Campingplatz in Townsville los.

Unser Ziel war es, die laut unterschiedlichen Berichten langweilige Route von Townsville nach Rockhampton zu umfahren

und dabei einen Eindruck von der berühmten roten Erde (red dirt) zu gewinnen. Ein ganz toller Nebeneffekt sollte dabei

der Sternenhimmel beim wildcampen im Outback sein.

Nachdem wir die Zivilisation um Townsville hinter uns ließen begann die Vegetation sich Schritt für Schritt zu verändern, so wurde aus dem Regenwald immer mehr ein Mischwald gefolgt von einer Strauchlandschaft die uns umgab. Immer mehr kam dabei die so markante rote Farbe ins Spiel der Landschaft. An einem netten kleinen Rastplatz, gleich neben einem ausgetrockneten Flussbett machten wir halt um ein ausgiebiges Frühstück zu genießen. Das weckte auch das Interesse eines „locals“ (Lokaler Bewohner), der gleich mal mit seinem fetten Jeep neben uns halt machte und ein paar nette Floskeln mit uns tauschte. Entweder aus Nettigkeit oder aber wie sich im Gesprächsverlauf deuten lassen könnte, um zu checken ob wir auch Goldschürfer waren. Er meinte nämlich in seiner nuscheligen Outback-Art hier sei der beste Platz um dicke Nuggets zu finden. Die Sachen wieder gepackt, abgewaschen und startklar fuhr Lena nun weiter die Strecke entlang, der Toyota schnurrte mit seinen 2.7l lässig Bergauf und Bergrunter und die Vegetation wurde immer karger, bis wir ein schließlich Winton erreichten.

Vollgetankt sprangen wir ins Auto und fuhren weiter nach Longreach. Die Straße war nun kein Highway mehr sondern eher eine kleine Landstraße, welche komplett mit Graßhüpfern gesäumt war. Auch die Landschaft hatte sich wieder verändert, so wurde aus der Buschlandschaft eine riesige Steppe bestehend aus hunderten Killometern von Graß und leichten Hügeln.

Beim Versuch ein kurzes Fotoshooting abzuhalten, wurden wir auf einmal mit dem nervigsten Problem der nächsten 2 Tage konfrontiert: Fliegen!

Sie waren überall und Sie waren gefühlt zu hundert wenn man aus dem Auto ausstieg und dabei waren sie so lästig. Sie bissen, sie flogen einem in die Augen, in die Nase, in die Ohren, … . Die Anzahl und die Intensität kann man sich aus deutscher Sicht gar nicht vorstellen.

Mit voller Fahrt und offener Fenster gelang es uns schließlich irgendwann alle Fliegen aus dem Auto raus zu haben.  In guter Outback-Manier versuchten wir hier unseren halben Tank wieder voll zu tanken. Die erste Tankstelle des Ortes war aber leergepumpt, auf Nachfrage ob es denn noch eine andere gäbe meinte der Mann vor uns an der Zapfsäule nein und verschwand. Mit dem Handy auf der Suche wurde uns zum Glück schnell klar: Zum Glück gibt es noch eine ein paar hundert Meter weiter. Just in dem Moment klopfte es gegenn unsere Scheibe und ein lässiger Südstaaten Typ nuschelte uns dies ebenso durch die geöffnete Scheibe.

 

Mit einer Tüte Chips und einer neuen Richtung verließen wir dieses kleine einsame Örtchen (Nachbarort: 200km). An der Dinosaurier-Ausgrabungsstätte,

so wurde uns gesagt, soll es eine schöne red dirt Area (Rote Erde Bereich) geben. Oben an der Stätte angekommen hatten wir einen unglaublichen Blick übers Tal, jedoch ist unser erneutes Fotoshooting wieder an den Fliegen gescheitert. So versuchte in noch bis zu einem Felsabsatz zu gelangen, musste

allerdings, nachdem ich vor lauter Fliegen nix mehr sah und die Schlangenspur vor mir Konzentration gefordert hätte, aufgeben. Nach einem weiteren Versuch ein paar hundert Meter weiter gaben wir gernervt auf und suchten uns einen Schlafplatz für die Nacht.

Angekommen gegen 18:20Uhr stellten wir auch hier recht schnell fest, dass es die Fliegenplage auch wenn nicht ganz so stark wie vorher anscheinend überall gibt.

Dass hieß es für uns essen im Camper. Vorher musste jedoch noch ein Lagerfeuer her. Also schnell Holz gesucht, in einen Steinkreis gelegt und dann fertig war die romantische Aussicht aus unserm kleinen Zuhause. So langsam wurde der Himmel immer dunkler und auch der hell leuchten Mond lies immer mehr Sterne hervortreten und so dauerte es nicht mehr lang und wir sahen nicht nur 2 wunderschöne Sternschnuppen sondern auch einen Sternenhimmel, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt.

Townsville – Billabong – Townsville

Der heutige Tagesplan sah vor, sich ein paar lokale Tiere im Billabong Tierpark ganz nah anzuschauen, dann den Castle-Hill von Townsville hoch zu wandern und dann ab Richtung Townsville.

Aber fangen wir ganz von vorne an. Angekommen am Billabong Tierpark erlebten wir einen sehr interesanten Vormittag und blieben dort viel länger als erst geplant. So besuchten wir eine Wallaby-, eine Koala- und eine Reptilien-Show an der Ende man jeweils hautnah kontakt zu den Tieren bekommen durfte. Unseren eigentlichen Plan einen Koala zu halten, fanden wir dann doch etwas Tierunfreundlich, vor allem nachdem wir gesehen hatten, wie die Leute den armen Walliby auf Ihren Schoß hielten. Da blieben wir lieber doch beim streicheln der Tierchen.

Nachmittags ging es für uns in aller schnelle die 400Höhenmeter rauf um den Ausblick über die Bucht genießen zu können. Unser Problem nun aber, es war schon viel zu spät, wir brauchten noch etwas zu essen und unser blöder USB-Autolader wollte nicht mehr gehen. Da musste eine Lösung her. Nachdem wir einen viel zu teuren USB-Lader aus dem Wolmarkt zurück gaben und den billiger aus dem Ramschladen kauften, stellten wir recht schnell fest: Das Problem ist wohl nicht der Lader, sondern die Buchse. Fazit:Wir müssen nun also immer nachts am 240V Anschluss laden.

Außerdem scheiterte unser Plan, den Tag mit wenigstens 100km Richtung Outback abzuschließen und so strandeten wir wieder auf dem selben Camping-Platz des Vortages.

Cairns und weiter nach Townsville

Cairns – Crystal cascades – Babinda boulders – Township

Da wir unseren Plan leider um einen Tag kürzen mussten, um den Uluru noch erreichen zu können, blieb uns für Cairns im Nachhinein leider nur ein Tag. Wir fingen nun also bereits unsere Rückreise Richtung den Süden Australien ans und so ließen wir den wilden Krokodile im Norden von Cairns ihre Ruhe.

Next Stop Crystal Cascades und Babinda boulders:

Da wir aber nicht nur langweilige 400km Richtung Süden in einem Stück fahren wollten, überlegten wir uns 2 nette Zwischenhalte auf dem Weg.

Der erste sollten die Crystal Cascades sein, ein ziemlich unspektakulärer Wasserfall, wie man ihn eben aus den Alpen kennt, welcher aber ein paar nette Stellen zum Schwimmen ermöglicht. Hier gönnten wir uns nun zum ersten mal in diesem Urlaub ein Sprung ins kühle Nass. Bei feutchtwarmen tropischen Temperaturen ein wahrer Genuss. Auf dem Rückweg zum Auto packte uns noch ein wenig die Neugirde und wir bogen rechts ab in den tropischen Urwald. Nach 20min rein entschieden wir uns trotz aller toller Eindrücke wieder zum Auto zurückzukehren. Der Tag wird schließlich noch lang genug.

Nach einiger Fahrt durch die weiten der austraischen Tropen kamen wir schließlich beim nächsten Highlight des Tages an den Babinda Boulders. Ähnlich wie die Crystall Cascades handelte es sich auch hierbei um einen sehr ansehnlichen Ort dem Badevergnügen mitten im tropischen Urwald an einer kleiner nartürlichen Staustufe eines Flusses zu fröhnen. Nass und glücklich verliesen wir nun auch diesen Ort und düssten im immer noch gruseligen Linksverkehr Richtung Townsville.

Late-Check-In auf dem Campingplatz und abmarsch in die Stadt. Nach einer mittelmäßigen Pizza und einen mittelmäßigen Salat, kamen wir nun defintiv zu dem Entschluss, wirklich lieber selber zu kochen. Versuch macht halt klug.

Cairns im zweiten…

Nach einer Mal wieder kurzen Nacht im Hotel. Welches definitiv abenteuerlich war, es erinnerte einen an diverse Horror Filme wo die Gäste nicht lange leben sollten. Dennoch schafften wir es aus jenem rechtzeitig und vor allem lebendig heraus. Nachdem wir unseren Mietwagen abgeben hatten, begannen wir mit unserem zur Routine gewordenen Prozedere: Check-in am Tiger Air Automaten, Abgabe unseres Koffers, durch du Security Kontrolle, Elena durfte dort noch einmal ihren Koffer ganz genau unter die Lupe nehmen lassen und dann ging es zum Frühstück bei Mc Cafe. Ich checkte noch schnell meine Mails um sicher zu gehen, dass der Flieger dieses Mal auch wirklich geht. Nach etwa einer Stunde konnten wir dann endlich Richtung Cairns starten, unser Handgepäck haben wir vorher noch gelungen auf die 7kg Grenze gebracht in dem wir das Übergewicht (Kamera, GoPro, Objektiv, …) einfach in die Jacke steckten.

Nach etwa 4h Flug war es dann soweit, wir betraten Cairns…

Nachdem wir unseren Koffer hatten, buchten wir einen Bus in die City und ich schaltete meine Telstra Sim Karte frei. Online und voller Vorfreude ging es nun mit einem Tag Verspätung zu unserem Campervan.

Vor Ort war dann die Erleichterung und die Freude groß. Alles hatte geklappt, unser Campervan stand brav vor der Tür und wir fingen an, die ganzen organisatorischen Dinge mit der Vermieter-Firma abzuwickeln. Natürlich nahmen wir in alter deutscher Manier jeden noch so kleinen Kratzer ins Protokoll auf und am Ende saßen wir nun endlich drinnen.

Next stop Innenstadt, Meer und der öffentliche Pool, der zur aktuellen Jahreszeit an der Nordost-Küste aufgrund der Jelly-Fish-Gefar auch notwendig ist. Auf dem Rückweg zu „unserem Campervan“ tanzte Lena noch mit ein paar anderen hundert Frauen und wahrscheinlich 2 Männern eine Runde Zumba und so begaben wir uns zur  Shopping Mall (Einkaufszentrum).  Hier galt es nun uns mit den nützlichsten Dingen für die nächste Tage einzudecken.

Letztes Ziel für heute: Ein Campingplatz!

Problem die Rezeptionen machen meistens schon um 17Uhr zu und so mussten wir mit einem nicht ganz so guten Platz vorlieb nehmen. Naja dafür kostete er powered (mit Stromanschluss) nur 24$.

Melbourne – Cairns so war der Plan..

Cairns, so hieß unser Ziel für den heutigen Tag, der schon recht früh begann. So standen wir bereits gegen 3:45 Uhr auf, um den Skybus gegen 4:30 Uhr Richtung Flughafen zu bekommen. Gegen 5:10 Uhr waren wir bereits eingecheckt und unser Koffer war abgegeben.

Dies schien ein perfekter Start in den Tag zu sein.

In aller Ruhe begannen wir unser Frühstück zu essen, als ich auf einmal auf meinem Handy eine Email herein kommen sah: „Tigerair Australia regrets to advise your flight TT582 MEL-CNS on the 16/04/18 has been cancelled due to operational requirements.„. Im ersten Augenblick, da diese Nachricht nur an Lena adressiert war, gingen wir davon aus, dass es nur Sie betreffen würde. An der Tiger Airline Information wurden wir eines besseren belehrt, so war nicht nur ihre Reservierung des Platzes hinfällig, es war der ganze Flug. Die Maschine könne aus technischen Problemen nicht starten, unser Ersatz Flug sei morgen und die Entschädigung wären 120 Dollar pro Nase. Naja nicht sonderlich viel um hier den Tag zu füllen.

Aber da wir keine Wahl hatten, entschieden wir uns Recht schnell für die Ausleihe eines kleinen Mietwagens um die great oceon Road abzufahren. Unser dortiges Ziel waren die so genannten 12 Apostel, riesige Felsbrocken die im Laufe der Jahrtausende von der Küstenlinie abgetrennt wurden. Statt nun unseren Camper in Cairns entgegen zu nehmen, mussten wir mit einem Toyota Yaris am Melbourne Airport vorlieb nehmen. Egal… Abhaken, nicht drüber ärgern und den Urlaub genießen war nun unser Motto.

Das gelang auch recht schnell und recht gut. So fuhren wir im Linksverkehr mit mulmigen Gefühl die Highways Richtung Tourque, die Surfer Hauptstadt Australiens um an der Küste entlang irgendwann am späten Nachmittag die 12 Apostel zu erreichen.

Unser erster halt war am Strand von Tourque, wo wir einen Surfer bei seiner Leidenschaft beobachteten und wo wir uns mit einem Muffin und ganz schwarzen Kaffee stärkten. Am Rand und dank des Linksverkehrs fuhren wir nun perfekt der Steilküste entlang, welche aber auch durchaus hätte in Europa sein können. Große Wellen schlugen des öfteren auf die rauen Küstenfelsen ein und wir schlängelten uns so langsam zu den Erskine Falls. Dort angekommen, schlüpften wir in unsere Wanderschuhe um dann leicht enttäuscht einen Wasserfall zu sehen. Ja er war hübsch und nett, die gibt es aber in den Alpen zu hauf. Was jedoch uns zu gefallen wusste, war der von riesigen Farnen gesäumte tropische Regenwald. Hier sahen wir nun zum ersten Mal die giftige Seite Australiens, die uns auf Schildern vor Schlangen warnte.

On the Road again ungebissen starteten wir Richtung irgendeinem Leuchtturm mit einer langweiligen Telegrammstation nach Tasmanien. Aber hier war das besondere es gibt in den Gum Trees Koalas in freier Wildbahn zu sehen. Nachdem wir auf dem hinweg zum Leuchtturm nicht fündig wurden, entschieden wir uns auf dem Rückweg durch den Ottawa National Park anzuhalten und gezielt zu suchen. Nach etwa einer halben Stunde durch einen Forstweg gaben wir enttäuscht auf, stiegen in unser Auto und fuhren zurück Richtung asphaltierte Straßen. Als unsere Enttäuschung kaum noch zu unterdrücken war, sahen wir auf einmal 2 Mädels am rechten Straßenrand stehen. Sofort hielten wir da beide hoch in die Bäume schauten und da waren sie 3 Koalas auf je einem anderen Baum. Der Tag war gerettet.

Next Stop 12 Apostel. Touristisch unglaublich erschlossen befanden verschiedene Plattformen mit netten Aussichten auf die aus dem Meer ragenden Felsen die durch sichtlich vom Meer gezeichnet waren. So schön der Ausblick auch war, so Pfad wurde es durch die Massen die sich die Pfade entlang schlängelten. Da war schon Recht spät war, hieß es nun Abfahrt Richtung Melbourne. In der Dunkelheit durch recht leeren Landstriche fuhren wir mit immer leerer werdenden Tank. Als wir dann endlich fündig wurden und uns eine Tankstelle querte waren wir etwas erleichtert. Gegen 21 Uhr kamen wir müde in unserem leicht abgeranzten Hotel am Airport an. Egal ab ins Bett und morgen endlich nach Cairns, wenn der Flieger nicht wieder streikt.

Melbourne

Melbourne… Endlich hier, nach 21 – 22h reiner Flugzeit ohne Umstiegszeiten waren wir endlich da. So tauschten wir einen 50er um etwas liquide zu sein, holten uns hin- und Rückfahr-Tickets für den Skybus und nahmen den Doppeldecker in die City.

Gegen 12:30 Uhr waren wir in unserem Hotel angekommen. Es war perfekt, keine 5 Minuten Fußweg vom Skybus entfernt, sauber, ordentlich und vor allem hatte es ein Bett. Witziger Weise trafen wir dort beim Check-in stehend, ein deutsches Pärchen wieder, welches wir am Flughafen in der Schlange kennen lernten. So klein kann Australien sein…

Nachdem wir unser Zimmer nicht sofort beziehen konnten, gingen wir uns ein wenig in der Gegend umschauen und aßen etwas zum Frühstück bzw. Mittag. Nun aber war Sightseeing angesagt, also schnell Check-in im Hotel abschließen und dann zu Fuß ab in die City. Da unser Hotel, das Greatern South Hotel super lag, gelang dies perfekt.

Vorbei am der bekannten Railway-Station (Bahnhof) über den Federation Square (Platz) zog es uns in den Royal Botanic Garden. Hier interessiere uns vor allem the great tropical Glasshouse, welches auch noch kostenlos sein sollte.

Das war es dann auch aber great (groß) war es wohl nicht, es erinnerte eher an 20 in Reihe gestellte Gewächshäuser aus dem Garten meiner Eltern. Naja wenigstens kostete es keinen Eintritt, der Park jedoch war recht hübsch und es gab hier und dort auch einen interessanten kleinen Pfad durch unbekanntes Gewächs zu entdecken.

Nachdem wir uns kurz überlegten, eine Hochzeit die gerade stattfand, als die German niece (Nichte) and nephew (Neffe) zu crashen, gingen wir auf der anderen Flussseite zurück zum Federation Square. Auf diesen Weg erschien uns die Skyline von Melbourne, die nur durch den Fluss und ein paar Meter Abstand durchbrochen war.

Unser nächstes Ziel hieß China Town, hier wollten wir uns etwas ausruhen. Elena einen Yasmin Tee trinken und ich mir ein kühles Bier gönnen. Dorthin galt es allerdings noch die auf dem Weg liegende streetart Straße Hosier Ln mitzunehmen. Mit wenig Erwartungen betraten wir die leicht bergige enge Gasse und befanden und wie in einer anderen Welt. Bunte Wände, voller unfassbar gut gemachter Graffitis auf allen was sich bemalen ließ umgab uns. Wie so oft beim Verreisen, sind es diese Momente, die eine Reise unvergessbar werden lassen.

Gestärkt vom Chinesen in China Town ging es für uns Richtung Old Melbourne Gaol, wo einst die Schwerverbrecher saßen und gar gehängt wurden. Auf dem Weg dorthin kreuzte uns noch die historische Tram, welche wie alle Trambahnen im Innenstadtbereich kostenlos war. Jene wollten wir Rückzu noch nehmen um unsere Runde zu komplettieren. Leider klappte dies aber nach unserer Besichtigung des Royal Exhibition Buildings nicht, da die Bahnen nur sonntags bis 18 Uhr fuhren. Das dachten wir zumindestens und liefen enttäuscht Richtung Hotel zurück, bis auf einmal von hinten das markante Geräusch einer alten Trambahn unsere Ohren erhellte. Wir rannten sofort, der an uns vorbei fahrenden Bahn hinterher, aber Vorsicht links Verkehr… dass war knapp. Im letzten Moment konnte mich Elena zurückhalten vom über die Straße rennen. Okay durch atmen und weiter ging’s zur Station. Wir hatten es doch noch geschafft, wir saßen in der Bahn. Jene fuhr uns nun zur Endstation, von der wir mit der normalen Linie ziemlich nah an unser Hotel in der Spencer Street heran fuhren.

Ab unter die Dusche, Koffer packen, morgen früh um 4:30 Uhr geht der Bus Richtung Flughafen von wo es weiter nach Cairns geht.

München – Muscat – Bangkok – Melbourne

Unsere Reise begann wir so oft von Münchner Flughafen. Wir flogen dieses Mal, wie auch bei unseren letzten großen Reise, mit Oman Air. Allerdings bloß bis Bangkok, dann mussten wir umsteigen in die Jetstar Maschine, laut meinem Kollegen eine neue Boing Dreamliner.

Das schien uns als der kritische Moment unserer kurzfristig gebuchten Reise. Würden uns die 3h und 40 min Puffer reichen um die Airline zu wechseln oder haben wir vielleicht sogar die Chance unser Gepäck durch zu checken?

Am Münchner Flughafen versuchte, die von Lufthansa abgestellte Stewardess uns dies zu ermöglichen. Leider aber ohne Erfolg, so dass wir den Koffer nur bis Bangkok durchchecken konnten. Nachdem wir noch gemütlich ein Bier im Airbräu zu uns genommen hatten, begann unsere Sicherheitskontrolltortur….

München Gepäck Kontrolle ==> Muscat Gepäck und Personalien Kontrolle ==> Bangkok Immigration, Personalien und Gepäck Kontrolle ==> Checkin und Visa Kontrolle und da wurde es auf einmal Ernst.

Bis zu diesem Moment ging unser lange recherchierter Trip ganz gut auf, aber die Dame am Jetstar Schalter meinte für mich gäbe es kein Australien Visum. Der Puls stieg auf einmal leicht an, da ich anscheinend einen Tippfehler im Antrag bei meiner Passport ID hatte. Wahrscheinlich Dank meiner deutschen Stadtbürgerschaft und ein wenig Glück konnte die Dame der Airline dies aber recht schnell mit einem Telefon Anruf klären und unserem Weiterflug Stand nichts mehr im Wege. Wir standen noch ein Stück da, schauten auf unseren, in der Ecke liegenden Koffer, bis wir etwas nachhakten und die Damen daran erinnerten ihn auch auf das Band zu legen.

Mit neuen Visum für mich und einen eingecheckt Koffer konnten wir nun endlich unsere nächste Sicherheitskontrolle beginnen und so ging es weiter.

Bangkok Gepäck und Personalien Kontrolle ==> Australien Immigration, Gepäck und Zoll Kontrolle.

Wir hatten es geschafft, wir waren in Melbourne, hatten unseren Koffer und waren legal eingereist, auch wenn der eine Zöllner Elena noch etwas näher unter die Lupe nahm und ich durch die Zollkontrolle musste, so war doch alles gut gelaufen.

Weligama – Bentota – Colombo – Liyanagemulla

Zum ersten mal seit 2 Wochen lief bei uns im Zimmer der Fernseher,  dazu gab es für die Dame Pommes und für den Herrn Asia-Nudeln im Bett.

Aber fangen wir am Anfang unseres heutigen Tages an, denn jener begann wie alle vorherigen Tage mit super Wetter. Dieses mal allerdings wünschten wir uns für den nächsten Tag Regen, denn es sollte unser letzter sein. Morgen gegen 9:40 geht unser Flieger Richtung Maskat und dann weiter nach München.

Wir frühstückten am Strand und ich ärgerte mich, dass ich nicht eher aus dem Bett kam um vielleicht noch einmal mit dem Surfbrett in die Wellen zu gehen. Gegen 9:45Uhr nahmen wir von Weligama Abschied und fuhren mit dem Zug in Richtung Colombo. Unser Plan war nun,  dass wir in Bentota ausstiegen und noch einmal am dortigen Traumstrand die Seele baumeln lassen ließen. Leider verrannte auch hier die Zeit im Fluge, so dass es für uns gegen 15:45Uhr Abschied nehmen hieß.

Nach einer noch einmal teils beeindruckenden teils verstörenden Zugfahrt erreichten wir 17:15Uhr Colombo Fort. Dort hatten wir zwar anfängliche Probleme da die Zusteigenden der Meinung waren, man müsse die Leute nicht aus den Zug lassen, dies lösten wir mit vereinter deutscher Packpacker-kraft und schafften es aus dem Zug. Warteten auf unseren Anschluss, stiegen zu und erreichen unser Hotel in der Nähe des Flughafens gegen 19:15Uhr endlich.

Unsere heutigen Impressionen:

Weligama

Angedacht war dieser wundervoll klingende Ort als unser letzter Urlaubsort bevor es auf den Rückweg nach Negombo und dann zum Flughafen geht, heraus gestellt hat es sich gestern Abend 21Uhr als unglaublich stressiger Ort.  Alles fing entspannt an,  wir kamen hier an, das Hotel war echt schick unser Zimmer bis auf die Nähe zur Straße echt gut und so genossen wir den ersten Tag. Am späten Nachmittag probierte ich dann auch noch das Wellenreiten aus, was mir auch ganz gut gelang und gegen abend gingen wir Essen. Bis dahin war alles ein entspannter Tag, wir aßen und entschieden uns noch ein Bier an der Strandbar zu trinken. Nichts ahnend was gleich unseren nächsten Tag bestimmen wird, setzten wir uns auf eine Bank,  tranken unser Bier,  hatten Spaß und unterhielten uns. Doch wie in einem schlechten Comic kam ein Hund auf uns zu,  war ganz nett, legte sich vor uns hin und ehe wir uns versahen, versuchte er Elenas Bein abzuschlecken. Ich verjagte ihn, aber da war es zu spät.  Er hatte Elena am Bein geleckt und ausgerechnet dort war auch ein Kratzer.

Was im ersten Moment nicht schlimm klingt, ist hier allerdings schon ein Problem schließlich leben hier überall im Land Millionen von Straßenhunden und eben diese sind der Hauptüberträger der Tollwut. Also ab ins Zimmer,  auswaschen mit Seife, dann Parfüm drauf und die alles entscheidende Frage: Brennt es?

Ja….

Wir Befragten uns alle zur Verfügung stehenden Kanäle, setzten uns letztendlich in ein Tuktuk und fuhren ins Krankenhaus. Die dortige Aussage war, dass wir am nächsten Morgen in das General Hospital zur Tollwut Sprechstunde kommen sollten. Wir fielen nun ins Bett und hofften alles würde klappen.

Der Zeiger der Uhr stand auf 7Uhr und unser Tag begann,  ab aufs Tuktuk und zum General Hospital Matara, welches eher einem schlechten Feldlazarett des 1. Wk ähnelte. Egal dachten wir ab die Spritze holen und gut ist. Leider machte uns der dortige Doktor einen Strich durch die Rechnung. Er bestand darauf, dass die beiden deutschen Impfungen ausreichen würden und so gingen wir wieder.

Zurück am Hotel mit dem Plan nach Colombo zu fahren um eine bessere ärztliche Versorgung zu erhalten,  kam eine Mail unseres Impfarztes an, dass wir nicht unbedingt handeln müssten. Mit einem guten und sicheren Gefühl schmeckte unser Frühstück äußerst gut und unsere Laune war auf dem Höhepunkt des Tages. Ich fragte ihn dennoch noch einmal an,  ob dies wirklich zu sicher ist vor allem da Lena nur 2 und nicht 3 Impfungen hat. Seine Antwort gefiel uns allerdings gar nicht und so fuhren wir dieses mal ins private Hospital nach Galle. Nach einer Odyssee aus Apotheken auf der Suche nach Rabipur und Mail Verkehr mit unserem Arzt, den ich hier mehr als loben möchte, hatten wir den Impfstoff in der Hand, ließen ihn verabreichen und das Problem war aus der Welt (das hoffen wir zumindestens).

Gegen 16:45Uhr kamen wir erledigt und fertig am Hotel an. Wir genossen noch ein paar Minuten Sonne und beobachteten die scheiß Köter am Strand. Bevor wir uns in einem richtig guten Hostel Restaurant, Hangtime Rooftop genannt, uns mit einem super Thunfischsteak, einen Chickenwrap und einem Burger den Stress von der Seele fraßen.

PS: Wir sind uns beide einig, dass wir natürlich sehr heftig reagiert haben, aber für unser Seelenfrieden war dieser Schritt definitiv richtig und wichtig.

Gute Nacht.

Hier ein paar Auszüge aus den guten Momenten:

Unawatuna – Galle – Unawatuna 

Am gestrigen Tag in der früh um 8:35 Uhr sollte unser Zug von Bentota nach Unawatuna gehen. Wir beeilten uns  flitzten zum Bahnhof und dort hieß es der Zug käme 8:50Uhr, Sri Lankische Pünktlichkeit halt. Die Fahrt führte vorbei an Hikkuduwa und brachte uns an unser Ziel Unawatuna, eine ehemalige Backpacker Hochburg, die sich in den letzten Jahre ein wenig zum Pauschaltourismus hin gewandelt hat. Die Bucht ist durch ein vorgelagertes Korallenriff geschützt und so kommen die sonst peitschenden Wellen etwas ruhiger aber immer noch kräftig an das Ufer an. Dadurch ist hier schwimmen trotz West-Monsun möglich,  aber man sollte dennoch aufpassen und eher ein guter Schwimmer sein. Wir bezogen unsere Zimmer, schmissen uns in die Badesachen und genossen die Sonne. Der Strand ist hier teilweise ewig breit, der Sand Meter hoch aber dennoch nicht so schön wie in Bentota. Dies liegt zum einem an den vielen zerbrochenen Muscheln im Sand,  welche beim Laufen doch etwas unangenehm sind und zum anderen am gröberen Sand. Dennoch ist das Meer, der Strand und die vielen kleinen Lokale mit Tischen direkt im Sand gerade am Abend wunderschön.

Nicht weit von hier liegt die 133 Tausend Einwohner Stadt Galle, angeblich ist dies die in der Bibel erwähnte reiche Hafenstadt des Königs Salomon. Ob es stimmt ist ungewiss,  was bekannt ist, ist das es eine Stadt von großer kolonialer Bedeutung war. So hat sie den Portugiesen, den Holländern und zum Schluss den Briten gehört.  Man sieht heute noch recht gut die Überbleibsel des großen Forts Galle.

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes hier werden wir uns noch ganz gemütlich am Strand bei Kerzenschein und brennenden Fackeln etwas zu trinken gönnen.

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